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italienisches Baurecht

Im Baurecht unterscheidet man zwischen öffentlichen Baurecht (z.B. Baugenehmigungen) und privaten Baurecht (z.B. Bauauftrag und Haftungsansprüche).

 

Privates Baurecht:

Das private Bauchrecht regelt die Rechtsbeziehungen des Bauherrn zwischen Handwerkern, Architekten, Geometern, Ingenieuren und Generalunternehmern.

Bei den jeweiligen Verträgen ist die anwaltliche Prüfung sehr wichtig, damit die Verträge klar strukturiert und die Rechtsfolgen bei Problemen genau definiert sind. Wer haftet für welchen Schaden? Liegt ein Baumangel vor? Wer hat die Bauverzögerung zu vertreten? Was fällt alles unter die Gewährleistung? Was ist eine Vertragsstrafe? Wer muss Schadensersatz leisten?

Es geht also um den Vertrag, die Haftung und das Mängelrecht.

Eine sehr genaue Dokumentation des Arbeitsablaufes, der Aufträge und Lieferungen ist von Anfang an daher sehr hilfreich, falls sich später Probleme ergeben, da die italienische Rechtsprechung eine genaue Dokumentation und Darlegung erfordert und nur so von der Gegenseite ein detaillierter Widerspruch verlangt werden kann.

Dies gilt sowohl aus Sicht des Handwerkers oder Ingenieurs als auch aus Sicht des Bauherrn.

Die Vertragsgestaltung muss Rechtssicherheit bieten und es muss klar festgehalten sein, welche Leistungen in welchem Umfang abzurechnen sind.

Da unsere Kanzlei sowohl Handwerker, Ingenieure und auch Bauherren vertritt, sind uns beide Sichtweisen bestens bekannt und können Ihren Fall optimal betreuen.

Zusatzaufträge und die Zahlungsflüsse müssen klar im Vertrag definiert sein.

 

Architekten- und Ingenieursverträge:

Bei Architekten- und Ingenieursverträgen geht es meist um Honorarfragen des Architekten- oder des Ingenieurs oder um die Haftung aufgrund von Planungsfehlern bzw. Koordinations-, Bauüberwachungsfehlern, Baumängel, Bausummenüberschreitung oder auch der Bauzeitüberschreitung.

Ab wann sind diese gravierend und lassen die Haftung dafür aufleben?

Zusammengefasst:

  •  Gestaltung und Verhandlung von Bauträgerverträgen usw.
  •  Werkvertragsrecht
  •  Gewährleistungsansprüche
  •  Durchsetzung von Honorar- und Werklohnansprüchen
  •  Architekten, Bauunternehmer- Bauleiter und Ingenieurshaftung
  • Gewährleistungsansprüche bei gebrauchten Immobilien

 

Kauf einer Immobilie mit einer Baugenehmigung:

Wird ein Grundstück mit einer Baugenehmigung verkauft, muss geprüft werden, ob die Baugenehmigung auf den Dritten tatsächlich übergeht und in welcher Form, denn grundsätzlich ist eine Baugenehmigung übertragbar.

Möchten Sie ein Grundstück erwerben, um darauf ein Haus zu bauen, dann ist es sehr ratsam, die Baugenehmigung schon vor dem Kauf genehmigt zu sehen.

Es ist daher sinnvoll, bereits im Vorvertrag des Kaufvertrags festzuhalten, dass der Kauf vom Erhalt der Baugenehmigung abhängt. Nicht dass am Ende etwas gekauft werden muss, was nicht gewollt ist.

 

Abstände:

Hat ihr Nachbar zum Bauen angefangen, jedoch die Abstände nicht eingehalten, zu hoch gebaut oder eine Baugenehmigung erhalten, die er nicht hätte erhalten dürfen?

Wenn das einen, als Rechteinhaber stört, dann muss man sich wehren und anwaltlichen Rat suchen, um den Bau gegebenenfalls zu stoppen.